Borgward Tradition 16 Feature 03

Borgward? Da war doch mal was. Den Jüngeren unter euch hat vielleicht euer Opa davon vorgeschwärmt. So wie der alte Mann, der sich spontan zu uns gesellt, als wir das Aufmacherbild fotografieren. „Mensch, das war früher ein dolles Ding!“ sagt er mit Blick auf das Isabella Cabriolet. Und dieses „früher“ meint eine lang zurückliegende Zeit. Öffnen wir also das Geschichtsbuch: 1919 denkt sich der 29-jährige Carl Friedrich Wilhelm Borgward, es wäre doch eine prima Idee, Automobilfabrikant zu werden. 

Borgward Tradition 16 Feature 04

So beteiligt er sich an einem Mischbetrieb namens „Bremer Reifenindustrie GmbH“. 1921 übernimmt Borgward den Laden und landet drei Jahre später mit dem Transportdreirad „Blitzkarren“ seinen ersten großen Erfolg. Er expandiert clever: Anfang der 1930er-Jahre ist er Mitbesitzer der Hansa-Lloyd-Werke in Bremen. Nun hat Borgward seinen Autokonzern. Ab 1937 ist er der alleinige Boss. Mit Rüstungsaufträgen wird viel Geld verdient, doch nach dem Krieg internieren die Amerikaner den Chef. Dort sieht Carl F. W. immerhin, wie sich die US-Automode entwickelt und sorgt 1949 mit dem pontonförmigen Hansa 1500 für Aufsehen. Die Kassen des Konzerns füllt dann der als „Leukoplastbomber“ bezeichnete Lloyd LP 400, ein Primitivfahrzeug mit Sperrholzkarosserie und 13 PS. Es kostet nur 3 350 Mark und ist deutlich günstiger als der VW Käfer. Letzterer ist zwar stärker, aber egal: Hauptsache, ein Dach über dem Kopf.

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