Borgward Tradition 16 Feature 07

1963 stirbt Carl F. W. Borgward als gebrochener Mann, seine Nachfahren finden sich zunächst mit dem Schicksal ab. Der bekannte Nachname bleibt aber bei Christian Borgward stets eine unterbewusste Verpflichtung: „Schon als kleines Kind habe ich angefangen, Lego-Autos zu bauen und dann gesagt, das ist ein Borgward“, verrät er mir. Später besuchen ihn Autoren und Reporter, um etwas über den berühmten Großvater zu erfahren. Doch Christians Interesse plätschert so dahin, bis im Jahr 2005 ein Buch erscheint. Dessen Thema ist die große Frage, was aus Borgward ohne die Pleite geworden wäre. Das trifft bei Borgward jr. einen Nerv: Wo würde Großvater jetzt stehen? 

Borgward Tradition 16 Feature 08

„Das war der ausschlaggebende Punkt, an dem ich gesagt habe: Mensch, jetzt versuche ich es einfach.“ Aber es war nicht immer einfach und neben Geld war auch Durchhaltevermögen erforderlich. Irgendwann kommt die chinesische Firma Foton auf Borgward zu, man ist auf die Comeback-Idee aufmerksam geworden. Beiqi Foton Motor, so der offizielle Name, ist im Land der Mitte eine große Nummer. Eine Million Fahrzeuge baut man pro Jahr, vornehmlich Nutzfahrzeuge, aber auch Toyota-Lizenzen. Doch Foton möchte im Pkw-Bereich etwas eigenes auf die Räder stellen. Da passt die Borgward-Idee hervorragend ins Konzept. Ein Name mit deutschem Klang, das mögen chinesiche Autokäufer immer gerne.

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