Jetzt drehen sie völlig durch! Exige Cup 380 verliert Gewicht und generiert viel mehr Downforce

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Vor einer Woche wurde die extreme Evora Sport 410 für den US-Markt vorgestellt. Wie es scheint, hatten die Lotus-Ingenieure auf der Launch-Party ein paar Drinks zu viel, denn jetzt hat Lotus das hier veröffentlicht. Eine noch irrere Version der an sich schon verdammt irren Exige Sport 380.

Vermutlich ist das hier die brutalste Exige … naja … aller Zeiten. Sie hört auf den Namen Exige Cup 380, nimmt im Prinzip die vorher schon brillant handelnde, viel zu schnelle, Rennstrecken-fertige Exige Sport 380 und dreht sie nochmal komplett auf links.

Schauen wir uns doch einfach mal die Karosserie an. Irgendwie hat es Lotus nämlich geschafft, den Abtrieb nochmals um 43 Prozent zu verbessern. Der Dank geht an einen neuen Motorsport-Diffusor, einen gewaltigen Frontsplitter sowie Ausschnitte über den Radhäusern, wie man sie vom Porsche 911 GT3 RS kennt. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 282 km/h wird die Exige Cup 380 nun mit 200 Kilo in die Straße gepresst. Oder in die Rennstrecke. Vermutlich eher in die Rennstrecke. Doch auch wenn sie nicht wirklich danach aussieht, diese Exige hat tatsächlich eine Straßenzulassung.

Damit all der schöne neue mechanische Grip auch vernünftig auf die Straße gelangt, gibt es breitere Hinterreifen. Lotus setzt auf 285er-Michelin-Pilot-Sport-Cup2-Semislicks. Breitere Räder bedeuten zwangsläufig ein bisschen mehr Gewicht. Mehr Gewicht beleidigt Lotus. Deswegen hat man sich eine große Carbon-Maschine angelacht und ganz viele schöne Carbon-Teile gezeugt.

Namentlich die seitlichen Lufteinlässe, die Motorabdeckung, das Dach, den monumentale Heckflügel sowie gefühlte 95 Prozent des Interieurs. Wenn ihr alles ankreuzt, was Lotus noch zusätzlich an Diät-Maßnahmen auf der Aufpreisliste führt (eine Titan-Abgasanlage oder den Entfall des Fahrerairbags beispielsweise), schlägt die Exige Cup 380 bei ziemlich anorexischen 1.057 Kilo Trockengewicht auf.

Antrieb? Alles wie gehabt. Das ist gut. Der dramatisch gut ansprechende 3,5-Liter-Kompressor-V6 bringt es wie bisher auf 380 PS und 410 Newtonmeter. Gekoppelt ist er an ein großartiges Sechsgang-Schaltgetriebe, das in einer noch viel großartigeren offenen Schaltkulisse lebt. 0-100 km/h gehen jetzt in 3,6 Sekunden, eine Zehntel schneller als bei der Exige Sport 380. Eher in Kurven interessant: Wie beim Mercedes-AMG GT R bietet Lotus in der Cup 380 ein kleines Rädchen neben dem Lenkrad an, mit dem ihr schrittweise einstellen könnt, wie viel Schlupf ihr von der Traktionskontrolle denn gerne hättet. Natürlich könnt ihr aber auch einfach alles ausstellen und komplett auf die eigene Heroik am Lenkrad vertrauen.

Ihr wollt eine? Dann beeilt euch lieber! Lotus wird von der Exige Cup 380 nämlich gerade mal 60 Exemplare bauen. Wenn der Lotus-Dealer eures Vertrauens noch eine überhat, wird er euch 109.900 Euro dafür abknöpfen. Das sind nochmal 20.000 Euro mehr, als man für die Exige Sport 380 berappen muss. Aber ganz ehrlich: Wo kriegt man schon etwas annähernd Vergleichbares? Eventuell beim künftigen Porsche Cayman GT4 RS. Der dürfte nicht viel günstiger werden. Und vermutlich schneller vergriffen sein, als ihr Cup 380 sagen können.

Autor: Stefan Wagner

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