Unter vier Liter Verbrauch – vergiss es, oder?

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Morgens, halb Zehn in Haar bei München – nein, wir denken jetzt nicht an die allseits beliebte Waffelschnitte aus dem Fernsehen – es herrscht Aufbruchsstimmung in der Redaktion. Warum? Der Genfer Automobilsalon steht an, und unser Astra Sports Tourer darf mit auf die Reise in die schöne Schweiz. Weshalb? Ganz einfach – Kollege H. will es so, außerdem „sollte“ der Opel-Kombi der sparsamste Testwagen unseres derzeitigen Fuhrparks sein.

Die erste Hürde, das komplette Reisegepäck des dreiköpfigen TopGear­Messeteams unterzubringen, stellt für unseren Astra kein Problem dar. Schließlich lobhudelt der große Rüsselsheimer auf dem Papier mit einem bis zu 500 Liter schluckenden Kofferraum, bei umgeklappten Rücksitzen gar mit bis zu 1 550 Liter. Im Kombi-Reich zwar keine Topwerte (ein Golf Variant verträgt gute 100 Liter mehr), aber genug, um als praktisches Raumauto durchzugehen.

Verzwickter stellt sich da schon die zweite Hürde auf unserem Trip nach Genf dar. „Wieso zum Teufel muss das so kompliziert sein?!“, denken wir uns. Gemeint ist die umständliche Zieleingabe im Navi. Zugegeben, irgendwo zwischen all den unzähligen Tasten und Reglern der Mittelkonsole,  findet man doch noch die Extra-Taste „DEST“ – sprich Destination, also neudeutsch Zielort. Aber: Warum muss ich dieses kleine, unbeschriftete Drehrädchen gefühlte hundertmal hin und her scrollen, nur um S-C-H-W-E-I-Z eingeben zu können? Zwar hat das Rädchen so etwas wie eine Hoch/Runter-Links/Rechts-Wippfunktion, einfach mal eine Zeile überspringen lässt sich damit jedoch nicht.

Auf der Autobahn angekommen, zeigt der Astra aber dann seine Stärken. Den durchzugsstarken Selbstzünder mit 136 PS können wir zweifelsohne empfehlen. Erst bei höheren Drehzahlen jenseits der 3 000er-Marke kommt das typische Diesel-Brummen langsam zum Vorschein. Unterhalb dieser Marke besitzt der Motor eine überaus angenehme Laufruhe.

Passend dazu ist die geschmeidig flutschende Sechsgang-Schaltung. Hier hakt oder klemmt nichts. Einzig negativer Vermerk hierzu in unserem Tagebuch, ist die leicht seltsame Stellung des Kupplungs-Pedals. Hier störten sich manche der Kollegen an der weit vor dem Bremspedal liegenden Position. Und wie stark ließ sich unser Spritverbrauch runterdrücken? Sagen wir es so: 3,9 Liter im Schnitt sind unrealistisch, eine Fünf vor dem Komma aber machbar.

Daten:
1  598 ccm, 4-Zyl.-Turbodiesel, FF, 136 PS, 3,9 l/100 km, 104g/km CO2, 0–100 km/h in 10,3 s, 200 km/h, 1 518 kg, 23.340 € / 34.060 €

Gutes:
- extrem laufruhiger Dieselmotor
- Tempo-120-Verbrauch von durchschnittlich 4,5 Liter/100 km
- Sitze verhindern Ermüdungs­erscheinungen

Schlechtes:
- sehr sehr viele Tasten in der Mittelkonsole
- umständliche Zieleingabe per Drehrad im Navigationssystem

 

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