Ikea hat so viele schöne Sachen zum Kaufen

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Tja, so schnell kann es gehen und drei Monate sind schon wieder rum – unser Astra Sports Tourer verlässt uns. Mit geknicktem Kopf schauen wir ihm hinterher, diesem großen, alles schluckenden Reisekombi. Er, der uns sicher zum Genfer Automobil Salon und wieder zurückgebracht hat. Er, der es geschafft hat, selbst einen stressigen Samstag-Nachmittag-Ikea-Einkauf so gemütlich und gelassen ausklingen zu lassen. Er, der uns zu einem winterlichen Ausritt mit Kamelen ins tiefste Alpenvorland chauffiert hat und uns dabei mit seiner wärmenden Lenkradheizung und den beheizten Wohlfühlsitzen verwöhnte.

Allgemein sehr angenehm wurden sein Fahrwerk und der laufruhige Dieselmotor empfunden, auf der Autobahn ließ sich unser Kombi durch nichts aus der Ruhe bringen und hielt sich auch Dank des Spurhalte-Assistenten (700 Euro im Paket) stets dort, wo er auch sein sollte. Mit im Paket sind außerdem die Abstandsanzeige und ein Frontkollisionswarner, sowie die top funktionierende Verkehrsschild-Erkennung. Achten die Augen nicht auf das gerade vorbeigezogene Tempolimit-Schild, genügt ein kurzer Blick auf das zentrale Display, um dem nächsten Bußgeld zu entgehen.

Doch nicht alles war eitel Sonnenschein beim Rüsselsheimer Dauertest-Kollegen. Neben der pixeligen Grafik des eben erwähnten Zentraldisplays stießen noch die umständliche Navigationsbedienung oder die doch sehr nervigen und übereifrigen Parkpiepser sauer auf. Dass manchem Kollegen die vielen Tasten der Mittelkonsole – für jede Funktion eine eigene Taste – und die unübersichtliche Bedienung störten, werten wir mal als individuelle Geschmackssache.

Generell wirkten die Materialien im Innenraum sehr hochwertig, und auch wenn mancher Grat der Mittelkonsole etwas scharfkantig hervorstand, gab es sonst keinen Grund zum Meckern. Problemlos funktionierten auch die Smartphone-Anbindung via Bluetooth und die Bedienung des Multimediasystems.

Der Kofferraum bietet mit einem Volumen von bis zu 1 550 Liter ordentlich Platz. Praktisch: Die Rücksitzlehnen lassen sich mit zwei Hebeln im Kofferraum zu einer ebenen Ladefläche umlegen und mit einem Handgriff wieder aufstellen.
Was den Durchschnittsverbrauch be­trifft, können wir nur müde über Opels Wunschangabe lächeln. Selbst bei „Gaspedal-Milde-Streicheln“ sind kaum unter fünf Liter drin – am Ende bleibt es bei 6,7 Litern im Durchschnitt während unseres Tests.

Daten:
1  598 ccm, 4-Zyl.-Turbodiesel, FF, 136 PS, 3,9 l/100 km, 104g/km CO2, 0–100 km/h in 10,3 s, 200 km/h, 1 518 kg, 23.340 € / 34.060 €

Gutes:
- Selbst Junggesellen können sich mit dem Astra Sports Tourer sehen lassen
- Viel Platz im Fond und unter der riesigen Kofferraum-Abdeckung

Schlechtes:
- Aus dem Stand  leicht träger Motor mit spürbaren Turboloch
- Opels Wunsch-Durchschnitts-Verbrauch klingt sehr utopisch

 

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