Downsizing war gestern, denn der Vierzylinder ist Geschichte. Ja, der VW-Pick-up fährt in Europa ab Herbst 2016 nur noch mit V6-Diesel vor ...

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Oh, ein neuer VW Amarok?

Gut erkannt, denn die optischen Veränderungen muss man schon mit der Lupe suchen. Und hier seht ihr sogar nicht nur den neuen Amarok, sondern das neue Top- und Launchmodell „Aventura“.

Moment? Aven … was?

Ja, VW führt ab Herbst 2016 den neuen Amarok ein und verpasst dem Fahrzeug mit der Ladefläche auch noch eine höhere Ausstattungslinie. Um den Lifestyle-Anspruch – den Pick-ups mittlerweile erfüllen müssen – stilsicher in Angriff zu nehmen ...

Und was ist mit der Robustheit und der Langlebigkeit?

Ein zuverlässiges Arbeitsgerät soll der Amarok trotzdem bleiben und deshalb findet ihr am Grill und an der Ladeflächenklappe nun eine V6-Plakette. Die Zweiliter-Vierzylinder-Diesel werden (zumindest in Europa) konsequent durch Dreiliter-Sechszylinder ersetzt, die ihr bereits aus diversen Audi-Modellen kennt. Mit einer um 1,5 Liter erhöhten Ölmenge und vielen Anbauteilen von der 272-PS-Version leistet das Steuerketten-Triebwerk im Amarok maximal 224 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment (später folgen noch Versionen mit 163 und 204 PS). 300.000 Kilometer Laufleistung müssen laut VW mindestens drin sein.

Muss ich sonst noch etwas über den Antriebsstrang wissen?

Ja, denn wenn ihr keine Lust auf das Sechsgang-Schaltgetriebe habt, könnt ihr im Amarok jetzt auch eine Achtgang-Automatik bekommen. Wenn die automatische Schaltbox an Bord ist, solltet ihr euch außerdem über den permanenten und variablen Allradantrieb mit Torsen-Diff freuen … oder auch ärgern. Warum? Den klassischen Heckantrieb mit zuschaltbarem Allrad, Mitteldifferenzialsperre und Untersetzungsgetriebe gibt es nur in Verbindung mit der Handschaltung.

Aber brauch ich den Hardcore-Gelände-Schick-Schnack überhaupt?

Kommt darauf an: Wenn ihr 100-Prozent-Steigungen nehmen wollt, ihr einen Böschungswinkel von 29 Grad vorne und 24 Grad hinten benötigt und ein Rampenwinkel von 23 Grad sowie eine Wattiefe von gut einem halben Meter unabdingbar sind, dann schon. Für die meisten unter euch sollte aber der 4Motion-Allrad ausreichen und einen Assistenten für Bergan- und Bergabfahren haben sowieso beide Modelle.

Und auf der Straße? Wie macht sich der neue Motor dort?

Der Vierzylinder im Amarok war schon okay, aber wer wären wir, wenn wir jetzt nicht sagen würden, dass der Dreiliter-Motor mit zwei zusätzlichen Brennräumen einfach besser und souveräner mit dem Fahrzeuggewicht umgeht – und zwar akustisch zurückhaltender als ihr das von einem Nutzi-Diesel vielleicht erwarten würdet.

Gib mir Zahlen. Unanfechtbare Zahlen. Sofort …

In 7,9 Sekunden geht es auf Tempo 100 (mit der Achtgang-Automatik) und die Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h haben wir ebenfalls erreichen können. Es macht zwar nicht wirklich Spaß, mit einem Pick-up an der 200-km/h-Marke zu kratzen, aber wenn es sein muss, könnt ihr mit einer Tonne Zuladung auf der 2,52 Quadratmeter großen Ladefläche und der Doppelkabine ziemlich flott unterwegs sein.

Der Nissan Navara NP300 hat Schraubenfedern an der Hinterachse. Wie sieht es beim Amarok aus?

Hier bleibt der Amarok eindeutig einem Nutzfahrzeug treu. Und zwar mit einer Konstruktion aus Starrachse und Blattfedern. Polternd und klappernd wie bei einem unbeladenen Mitsubishi L200 geht es trotzdem nicht zu und komfortabel und langstreckentauglich ist der Wagen allemal.

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Und wie viel Komfort erwartet mich im Innenraum?

Trotz der robusten Haptik einer Bauteile im Armaturenbrett wurde ordentlich nachgerüstet: Ihr sitzt auf Wunsch fortan auf AGR-Sitzen. Es gibt ein Infotinament-System mit Smartphone-Kopplung, ein Multifunktionslenkrad, viel Platz im Fond und jede Menge Ablagen sowie mehrere Zwölf-Volt-Anschlüsse für alle Zusatz-Spielereien, die Strom vom Bordnetz benötigen.

Na dann, Schock mich mal mit dem Preis ...

Ihr wollt das Launchmodel Aventura mit 20-Zöllern, Radlaufverbreiterungen, Bixenon-Scheinwerfern, Schweller-Rohren in Chrom-Optik, einer mattschwarzen Beschichtung der Cargobox, Nappaleder und einem Navi? Dann stellt euch auf mindestens 55.365 Euro ein.

Klingt teuer ...

Das kommt auf den Blickwinkel an. Das ab dem zweiten Quartal 2017 erhältliche Amarok-Einstiegsmodell mit Heckantrieb, Doppelkabine und 163-PS-V6 ist nämlich schon ab 30.904 Euro zu bekommen. Ein ähnlicher Nissan Navara NP300 ist mit mindestens 29.295 Euro nur geringfügig günstiger und auch ein vergleichbarer Mitsubishi L200 schwadroniert mit einem Preis von 28.490 Euro um die 30.000-Euro-Marke herum.

Autor: Manuel Lehbrink

Technische Daten VW Amarok Aventura V6 TDI: 2967 ccm, V6-Turbodiesel, Frontmotor, Allradantrieb, 224 PS, 550 Newtonmeter, 0-100 km/h in 7,9 Sekunden, 193 km/h Höchstgeschwindigkeit, 7,6 Liter/100 km, 199 g/km CO2, 55.365 Euro

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