Koenigsegg Regera 16 Feature 07

Das ist aber nicht der interessante Teil. Der interessante Teil ist das Getriebe. Es gibt nämlich keins. „Ich habe mir ein Tesla Model S gekauft“, erzählt mir Christian, „und was mich wirklich faszinierte, war wie viel Spaß es machte und wie wenig ich das Schalten vermisste. Sogar mit einer Doppelkupplung kommst du ja nicht drumrum, bevor du überholst. Es fing an, mich immer mehr zu nerven und irgendwann dachte ich: ‚Verdammt, ist dieser Tesla gut‘. Außerdem sind konventionelle Getriebe extrem verschwenderisch: Du bist ja – egal zu welcher Zeit – immer nur in einem Gang. Der Rest liegt nur rum, addiert Gewicht, macht vielleicht sogar komische Geräusche.“

Koenigsegg Regera 16 Feature 08

Als feststand, dass man einen Hybrid machen wollte, untersuchte man also die offensichtlichen Lösungen. Etwas entsetzlich Schweres oder Komplexes wollte man allerdings nicht: „CVT? Nein. Schrecklich. Man generiert Hitze und es ist durchgehend am Schleifen. Es ist also ineffizient, wo ein Gang effizient ist. Und erst das Gefühl – ich habe noch keins gefahren, das sich gut anfühlt.“ Die Antwort war laut Koenigsegg ziemlich einfach: Es gibt überhaupt kein Getriebe, einfach nur direkten Antrieb vom Motor durch ein offenes Differenzial ab auf die Räder. Das Ganze auf beiden Seiten, unterstützt durch die E-Motoren und ihre Torque-Vectoring-Eigenschaften. Nun bedeutet nur ein Gang, wie wir alle wissen, durchaus eine gewisse Limitierung. Weshalb hätte man sonst Getriebe erfunden? Koenigsegg begegnet diesem Problem mit dem sogenannten Koenigsegg Direct Drive (KDD) System. Im Grunde handelt es sich um eine Wandlerautomatik, die Kupplungsschlupf zulässt. „Aber Wandlerautomatik klingt wie 1922, also nennen wir es HydraCoup. Und der Unterschied ist, dass es – verglichen mit seinem Durchmesser – viel mehr Drehmoment wandeln kann als jedes andere System, dabei aber nur halb so viel wiegt.“

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