Schwachpunkte? Nicht beim ersten großen SUV von Skoda. Nur sportlich ist es noch nicht wirklich ...

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Der Prolog ...

Ja, wir lebten 121 Jahre lang in einer Welt ohne großes SUV von Skoda. Das hat sich geändert. Schlechte Nachrichten für Pseudo-Geländewagen-Gegner. Gut für alle, die den VW Tiguan zu klein und zu teuer finden ...

Was haben wir also hier?

Das ist der Skoda Kodiaq. Er ist 4,70 Meter lang (das sind immerhin 20 Zentimeter mehr als bei einem Tiguan), er hat ein etwas gewöhnungsbedürftiges Vieraugen-Gesicht und ein höhergelegtes und massiger wirkendes Superb-Combi-Heck. Die gesamte Silhouette ist eigentlich ganz schön. Wir werden beim Betrachten aber das Gefühl nicht los, dass uns Skoda mit dem Kodiaq einen SUV-Bären in Kombi-Form aufbinden will.

Ist der Kodiaq doch kein echtes SUV?

Doch ist er, aber eines mit leichten Persönlichkeitsstörungen. Und zwar nicht nur bei der Karosserieform. Auch größentechnisch geht er irgendwo zwischen Kompakt- und Mittelklasse an den Start. Aber deshalb gleich bis zu sieben Sitze in den Innenraum packen? In einem Auto, nicht viel größer als ein Octavia Combi?

Wie sind denn die Platzverhältnisse im Innenraum?

Es gibt allerdings mehrere Punkte, die gegen die Es-wird-sicher-eng-im-Fond-Theorie sprechen: Denn erstens ist der Radstand mit 2,79 Meter zwölf Zentimeter größer als bei einem Octavia Combi, zweitens lässt sich die zweite Reihe um 18 Zentimeter längs verschieben und drittens sind im Falle des Ich-muss-jetzt-alle-Plätze-besetzen-Falles nicht sämtliche eurer Freunde gleich groß, oder? Ihr habt nicht so viele Freunde, sondern steht eher auf Güterverkehr? Dann ist 2065 Liter Gepäckvolumen die Zahl, die ihr euch künftig merken solltet.

„Simply clever“ gefällig?

Da wären Regenschirme in den Türen, der obligatorische Eiskratzer in der Tankklappe sowie zahlreiche Ablagen und Verzurrmöglichkeiten im Innenraum. Außerdem befindet sich eine Taschenlampe im Kofferraum und die Türkanten werden mit zirka 15 Zentimeter langen Plastikleisten geschützt. Praktisch, wenn ihr mit eurem „Kinder, seid beim Aussteigen vorsichtig“ mal wieder zu langsam wart.

Was versteckt sich alles hinter der Skoda-typischen Schlichtheit?

Ein riesiger Haufen an Konnektivität und Assistenz. Es gibt 24 Fahrhelfer. Der Spurhalteassistent und der Abstandstempomat sind dabei besonders wichtig. Denn das Doppel sorgt dafür, dass euch der Kodiaq bis Tempo 60 autonom durch den Stau pilotiert. Dazu gesellen sich Online-Dienste, ein WLAN-Hotspot, ein unglaublich leicht zu bedienender und schicker Achtzoll-Touchscreen sowie eine induktive Ladestation und eine „Skoda Connect App“ fürs Smartphone.

Gebt mir ein paar Zahlen zum Antrieb ...

Den Kodiaq gibt es mit drei Benzinern und zwei Dieseln von 125 bis 190 PS. Den 125-PS-Benziner müsst ihr mit Sechsgang-Schaltung nehmen, die Topmotorisierungen mit 180 PS (TSI) und 190 PS (TDI) kommen mit dem Siebengang-DSG. Nur bei den beiden 150-PS-Varianten (ein 2.0 TDI und ein 1.4 TSI) habt ihr die Wahl und könnt sie jeweils mit dem manuellen Getriebe oder mit einem Sechsgang-DSG bekommen. Allrad ist ebenfalls optional. Verwirrt? Macht nichts.

Merkt euch nur den 150-PS-Diesel mit 6-Gang-Schaltung und Allrad ...

Den Spagat aus Power und Sparsamkeit bekommt dieser Antrieb nämlich am besten hin. Zwar wird der akustisch recht präsente Vierzylinder aus dem VW-Regal im oberen Drehzahlbereich ziemlich träge und mit Allradantrieb wird aus dem U-1,6-Tonnen-Leichtgewicht ein Ü-1,7-Tonnen-Wagen, aber der Kodiaq soll ja auch nicht unbedingt eine performante Spaßveranstaltung sein, sondern euch sicher und souverän von A nach B bringen. Fahrleistungen und Verbrauchswerte? Die findet ihr ganz unten auf dieser Seite.

Über ein paar Sätze zum Fahrverhalten würde ich mich noch freuen ...

Okay, die Lenkung reagiert nicht allzu direkt, aber ihr könnt trotzdem (und zwar ohne viel Kraftaufwand) präzise um Kurven fahren. Dazu kommt die satte Straßenlage (Länge läuft eben), die den Tiguan dagegen alt aussehen lässt. Ist jetzt noch das optionale und adaptive DCC-Fahrwerk an Bord und der Sportmodus ist aktiviert, wird aus der komfortablen Dämpfung eine straffe Angelegenheit, die Wankbewegungen relativ effizient eliminiert. Querfugen und kleine Schlaglöcher solltet ihr trotzdem meiden, denn diese werden unsanft polternd in den Innenraum weitergegeben.

Also, was muss ich investieren?

Los gehts bereits bei kontoschonenden 25.490 Euro. Dieser Bauernfänger-Einstiegspreis gilt allerdings nur für den schmalbrüstigen 125-PS-Benziner mit Frontantrieb, Sechsgang-Schaltung und magerer Ausstattung. Ein sinnvoller Kodiaq kostet nach unserer Verlustierung mit dem Skoda-Konfigurator zwischen 35.000 und 40.000 Euro.

Autor: Manuel Lehbrink

Technische Daten Skoda Kodiaq: 1968 ccm, Vierzylinder-Turbodiesel, Frontmotor, Allradantrieb, 6-Gang-Schaltung, 150 PS, 340 Newtonmeter, 0-100 km/h in 9,5 Sekunden, 197 km/h Höchstgeschwindigkeit, 1705 Kilogramm, 5,3 Liter/100 km, 139 g/km CO2, Preis 33.840 Euro

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