Einfach nur ein höhergelegter A4 Avant? Nein, er ist eine Allrad-Revolution ...

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Was haben wir denn hier?

Hier seht ihr den A4 allroad quattro. Er ist das Audi-Pendant für die Klasse der Gelände-Crossover-Kombis, in der auch der Opel Insignia Country Tourer, der VW Passat Alltrack oder der Skoda Octavia Scout an den Start gehen.

„Natürlich ist der A4 allroad quattro auch kein beinharter Offroader“, gibt der technische Projektleiter Burkhard Wiegand zu, doch „er tut einiges, um seinem Namen gerecht zu werden.“

Was genau muss man tun, um der „allroad“-Aufschrift gerecht zu werden?

Ihr werdet die Maßnahmen von den Konkurrenz-Modellen kennen, denn die Crossover-Werdung besteht zumeist aus drei Punkten: mehr Plastik, mehr Bodenfreiheit und mehr Antriebsachsen.

Für den A4 bedeutet das: Audi spendierte einen eigenständigen Stoßfänger mit einem alles einnehmenden Grill, einen silberfarbenen Unterfahrschutz, einen Heckdiffusor und ausgestellte Radläufe mit Plastikbeplankung rund herum. Dazu eine 23-Millimeter-Höherlegung (zusammen mit den serienmäßigen 17-Zoll-Felgen steigt die Bodenfreiheit um insgesamt 34 Millimeter) und ein ziemlich kompliziertes und neues „ultra“-Allradsystem.

Moment, ihr sagtet „kompliziertes und neues Allradsystem“?

Jawohl, um künftig ein wenig an der Tankstelle sparen zu können, hat Audi ein System entwickelt, das den Allradantrieb nur dann aktiviert, wenn er wirklich gebraucht wird. Bei dem normalen quattro-Antrieb können lediglich die Drehmomente zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt werden. Das neue System ermöglicht jetzt, die Hinterachse samt Kardanwelle komplett stillzulegen. Rund 0,3 Liter Kraftstoffersparnis sollen alle 100 Kilometer drin sein.

Merke ich, dass ich mit Vorderrad- oder mit Allradantrieb unterwegs bin?

Kurz und knapp: Nein und im Cockpit weist auch keine Anzeige darauf hin. Das sei Absicht, erklärt mir Audi. Erstens, weil ich nicht unnötig abgelenkt werde und zweitens, weil so kein Kunde auf die Idee kommen kann, dass es sich „nur“ um einen Bedarfsallrad handelt. Auch deshalb ist das System präaktiv, also bereits zugeschaltet, wenn die Notwendigkeit erkannt wird.

Das wars an Veränderungen?

Nicht ganz, denn erstmals kann man den A4 allroad quattro auch mit adaptiver Dämpferregelung bekommen. Nicht, dass ihr den „auto“-Modus jemals verlassen müsstet, doch wenn euch danach ist, könnt ihr zwischen den Programmen „comfort“, „dynamic“, „efficiency“, „individual“ und „offroad“ hin- und herschalten. Mit dem erhöhten Schwerpunkt kommt das Fahrwerk übrigens recht gut zurecht. Etwas stärkere Wankbewegungen lassen sich allerdings nicht vermeiden.

Welchen Motor sollte ich nehmen?

Prinzipiell würde hier der Punkt im Text kommen, an dem wir euch zu einem Diesel raten. Zum Beispiel zu dem wunderbaren 3,0-Liter-V6 mit 272 PS, der mit einer Achtgang-Automatik verknüpft ist. Das Aggregat ist zusammen mit dem Getriebe eine Wucht. Die Kombi ist kräftig und vergleichsweise sparsam (7,9 Liter Diesel meldet der Bordcomputer).

Es gibt nur ein Problem: Wenn ihr das neue Allradsystem haben wollt – und das wollt ihr –, dann müsst ihr vorerst mit dem 252 PS starken 2,0-TFSI-Vierzylinder samt Siebengang-DSG vorliebnehmen.

Erst im Laufe des Jahres wird das System in alle quattro-Fahrzeuge einziehen, die auf dem modularen Längsbaukasten basieren (zum Beispiel A6 und Q5) und die mit dem Siebengang-DSG oder dem manuellen Sechsgang-Getriebe ausgerüstet sind.

Was muss ich noch wissen?

Audi zimmert euch wie beim normalen A4 Avant einen fantastischen Innenraum zusammen. Ihr bekommt viel Platz, eine sehr gute Sitzposition (ja, auch im Fond) und selbstverständlich die unfassbar tolle Verarbeitungsqualität.

Wer allerdings den letzten Technik-Schick wie Stauassistenz, das virtuelle Cockpit oder die Premium-Anlage mit Smartphone-Anbindung und Bang&Olufsen-Soundsystem haben möchte, muss wie immer in Ingolstadt mit ordentlichen Aufpreisen rechnen.

Und wie viel Geld muss ich insgesamt investieren?

Hier müssen wir ein bisschen rechnen, denn eine komplette Preisliste gibt es für das Modell noch nicht.

Also: Der allroad-Top-Diesel (ohne ultra-Allrad) startet bei mindestens 54.400 Euro. Ein normaler A4 Avant ist mit der gleichen Motorisierung ab 51.950 Euro zu haben. Daraus ergibt sich ein allroad-Aufpreis von 2.450 Euro.

46.300 Euro kostet der 252-PS-Benziner-Kombi ohne Freizeit-Optik und mit herkömmlichem quattro-Antrieb. Da das neue Antriebssystem aber nicht teurer werden soll als das aktuelle, dürfte das vorerst erste Modell mit ultra-quattro und allroad-Badge knapp unter 49.000 Euro rangieren.

Autor: Manuel Lehbrink

Technische Daten Audi A4 allroad 2.0 TFSI quattro: 1984 ccm, 4-Zylinder-Turbo-Benziner, Frontmotor, Allradantrieb, 252 PS, 370 Newtonmeter, 0-100 km/h in 6,1 Sekunden, 246 km/h Höchstgeschwindigkeit, 1580 Kilo, 6,4 Liter/100 km, 147 g/km CO2, Preis zirka 49.000 Euro 

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